Allgemeine Geschäftsbedingungen

Annemarie Andersen – freie Sachverständige für Sprachdienstleistungen
Stand: April 2026

§ 1 Geltungsbereich

Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen Annemarie Andersen, freiberufliche Sprachdienstleisterin (nachfolgend „Auftragnehmerin“), und dem jeweiligen Auftraggeber (nachfolgend „Kunde“) über sprachliche Dienstleistungen insbesondere Leichte Sprache, Lektorat, Korrektorat, Übersetzungen, Entbürokratisierung und KI-Qualitätssicherung.

Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, die Auftragnehmerin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Vertragsabschluss

Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Angebot anfordert und dieses schriftlich per E-Mail annimmt, den Ausgangstext zusendet oder den Projektbeginn bestätigt. Die im Angebot genannte Bearbeitungszeit beginnt ab dem tatsächlichen Projektbeginn.

§ 3 Leistungsumfang

Der Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Auftragsbestätigung oder dem Angebot. Die Auftragnehmerin erbringt ausschließlich sprachliche Dienstleistungen. Nicht zum Leistungsumfang gehören insbesondere:

  • die inhaltliche oder fachliche Prüfung der Ausgangstexte,
  • die Bereitstellung von Prüfgruppen für Leichte Sprache,
  • die Bereitstellung von Bildern, Grafiken oder Illustrationen,
  • die technische Umsetzung (Webentwicklung, Layout, technische Barrierefreiheit),
  • die rechtliche Prüfung von Texten.

§ 4 Pflichten des Kunden

Der Kunde stellt sicher, dass:

  • die bereitgestellten Ausgangstexte inhaltlich korrekt und vollständig sind,
  • alle für die Bearbeitung notwendigen Informationen rechtzeitig bereitgestellt werden,
  • bei Leichte-Sprache-Aufträgen die Prüfung durch die Zielgruppe eigenverantwortlich organisiert wird,
  • bei Übersetzungen die Richtigkeit fachspezifischer Terminologie im Ausgangstext gewährleistet ist,
  • er die erforderlichen Urheberrechte am Ausgangstext besitzt oder eine Bearbeitungserlaubnis hat.

Verzögerungen durch fehlende oder fehlerhafte Zulieferungen gehen zulasten des Kunden.

§ 5 Inhaltliche Verantwortung

Die Verantwortung für die inhaltliche Richtigkeit, fachliche Korrektheit und rechtliche Zulässigkeit der Texte liegt ausschließlich beim Kunden. Die Auftragnehmerin bearbeitet die Texte sprachlich, nicht inhaltlich. Eine Haftung für inhaltliche Fehler in den Ausgangstexten oder für die Eignung der Texte für einen bestimmten Zweck ist ausgeschlossen.

Bei Erstellung oder Bearbeitung rechtlicher Dokumente übernimmt die Auftragnehmerin keine Haftung für deren rechtliche Wirksamkeit, Vollständigkeit oder Rechtssicherheit. Der Kunde ist verantwortlich, solche Dokumente durch einen Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

§ 6 Korrekturrunden

Eine Korrekturrunde ist im Honorar enthalten, sofern im Angebot nicht anders angegeben. Sie umfasst alle Änderungswünsche, die der Kunde gesammelt in einem Durchgang übermittelt.

Änderungswünsche müssen innerhalb von 14 Kalendertagen nach Lieferung schriftlich mitgeteilt werden. Nach Ablauf dieser Frist gilt der Text als abgenommen.

Eine Korrekturrunde umfasst Anpassungen am gelieferten Text – Umformulierungen, Kürzungen oder Ergänzungen im Rahmen der ursprünglichen Aufgabenstellung. Nicht als Korrektur gelten inhaltliche Neufassungen, Erweiterungen des Auftragsumfangs oder Änderungen durch nachträglich geänderte Vorgaben. Diese werden als Zusatzleistung berechnet.

Jede weitere Korrekturrunde über die im Angebot enthaltene Anzahl hinaus wird nach dem vereinbarten Stundensatz berechnet. Der Mehraufwand wird vorab mitgeteilt.

§ 7 Vergütung und Zahlungsbedingungen

Die Vergütung richtet sich nach dem jeweiligen Angebot. Der Mindestauftragswert beträgt 70 Euro. Liegt der Auftragswert unter diesem Betrag, wird auf 70 Euro aufgerundet. Bei mehreren Aufträgen im selben Monat werden die tatsächlichen Kosten berechnet, sofern diese den Mindestauftragswert übersteigen.

Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugang ohne Abzug zahlbar. Bei Aufträgen über 500 Euro netto kann eine Anzahlung von 50 % vereinbart werden.

Bei Zahlungsverzug werden Mahngebühren in Höhe von 5 Euro (Privatkunden) bzw. 10 Euro (Geschäftskunden) pro Mahnung erhoben. Verzugszinsen betragen 5 Prozentpunkte (Privatkunden) bzw. 9 Prozentpunkte (Geschäftskunden) über dem jeweiligen Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank.

Die Auftragnehmerin ist als Kleinunternehmerin nach § 19 UStG von der Umsatzsteuer befreit. In den Rechnungen wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

§ 8 Stornierung

Storniert der Kunde nach Angebotsbestätigung, jedoch bevor das Projekt begonnen hat, wird eine Aufwandspauschale von 70 Euro erhoben.

Bei Stornierung während der Durchführung wird die bis dahin erbrachte Leistung entsprechend des tatsächlichen Aufwands abgerechnet.

Bei Stornierung nach Fertigstellung wird die gesamte Leistung in Rechnung gestellt, da die vereinbarte Dienstleistung vollständig erbracht wurde.

§ 9 Eilaufträge

Bei Bearbeitung innerhalb von 48 Stunden, an Wochenenden, während des Urlaubs oder außerhalb der regulären Arbeitszeiten wird ein Eilaufschlag von 25 % auf den vereinbarten Preis erhoben. Der Kunde wird vorab über den Aufschlag informiert und muss ihm zustimmen.

§ 10 Haftung

Die Auftragnehmerin haftet nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet die Auftragnehmerin nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.

Die Haftung ist in jedem Fall auf die Höhe des jeweiligen Auftragshonorars begrenzt.

Die Auftragnehmerin haftet nicht für:

  • inhaltliche Fehler, die bereits im Ausgangstext vorhanden waren,
  • Folgeschäden, die aus der Verwendung der bearbeiteten Texte entstehen,
  • Schäden durch die Nichtbeachtung von Hinweisen der Auftragnehmerin,
  • entgangenen Gewinn oder mittelbare Schäden jeglicher Art,
  • die Einhaltung branchenspezifischer Vorschriften oder Compliance-Anforderungen des Kunden,
  • die rechtliche Wirksamkeit, Vollständigkeit oder Rechtssicherheit bearbeiteter Dokumente.

Höhere Gewalt einschließlich technischer Ausfälle und Naturkatastrophen entbindet die Auftragnehmerin von der Verpflichtung zur fristgerechten Leistungserbringung.

§ 11 Reklamation und Nachbesserung

Beanstandungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung schriftlich mitzuteilen. Die Auftragnehmerin hat das Recht zur Nachbesserung. Über die Nachbesserung hinausgehende Ansprüche sind ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

§ 12 Widerrufsrecht

Da es sich um digitale Inhalte ohne körperlichen Datenträger handelt, besteht gemäß § 356 Abs. 5 BGB kein Widerrufsrecht, wenn der Kunde ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird.

§ 13 Urheberrecht und Nutzungsrechte

Mit Zusendung des Ausgangstextes bestätigt der Kunde, dass er die erforderlichen Urheberrechte besitzt oder eine Bearbeitungserlaubnis hat.

Die Nutzungsrechte an den erstellten Texten gehen erst mit vollständiger Bezahlung auf den Kunden über. Bis dahin verbleiben sämtliche Rechte bei der Auftragnehmerin.

§ 14 Vertraulichkeit

Die Auftragnehmerin behandelt alle im Rahmen des Auftrags erhaltenen Informationen vertraulich. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht ohne ausdrückliche Zustimmung des Kunden.

§ 15 Referenznennung

Die Auftragnehmerin darf den Kunden und das Projekt als Referenz nennen, sofern der Kunde nicht ausdrücklich widerspricht.

§ 16 Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist der Sitz der Auftragnehmerin.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An Stelle unwirksamer Bestimmungen tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform und treten mit der nächsten Beauftragung in Kraft.