Das Problem mit KI-generierten Texten
ChatGPT, DeepL und Gemini sind gut genug, um brauchbare Texte zu produzieren. Das Problem: Brauchbar heißt, der Text klingt gut genug, um ihn nicht zu hinterfragen. Nicht: Er stimmt.
Was regelmäßig schiefgeht:
- Halluzinationen – KI erfindet Fakten, Zitate und Quellen. Das fällt nicht sofort auf, weil der Text flüssig klingt.
- Stilistische Gleichförmigkeit – KI-Texte verraten sich durch monotone Satzlängen, übertriebene Höflichkeit und dieselben Floskeln in jedem zweiten Absatz.
- Compliance-nahe Lücken – KI kennt weder Ihre Branchenregulierung noch Ihre internen Kommunikationsrichtlinien zuverlässig.
- Tonalitätsbrüche – Eine Premium-Marke, die klingt wie ein Chatbot, beschädigt sich selbst.
KI-Kompetenz nach EU AI Act
Artikel 4 des EU AI Act gilt seit dem 2. Februar 2025. Anbieter und Betreiber von KI-Systemen sollen dafür sorgen, dass Mitarbeitende und andere Personen, die in ihrem Auftrag mit KI arbeiten, ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz haben. Die EU-Kommission nennt ausdrücklich Fälle wie ChatGPT für Werbetexte oder Übersetzungen und verweist auf Risiken wie Halluzinationen. Ich ersetze keine Rechtsberatung, unterstütze aber die sprachliche Qualitätsseite: Fakten, Quellen, Tonalität, Stil, Verständlichkeit und veröffentlichungsreife Fassungen.
Warum ausgerechnet ich
Bei Jung von Matt habe ich Kampagnen für BMW und Sparkasse gegen Qualitätskriterien geprüft, bei Goodgame Studios und InnoGames Software-Releases. Ob Software oder Sprache: Der Qualitätsprozess ist derselbe.
Was ich prüfe
- Sachliche Richtigkeit – stimmen die Fakten oder hat die KI halluziniert?
- Quellen und Belege – tragen die angegebenen Quellen die Aussage?
- Stil und Tonalität – passt der Text zur Marke und zur Zielgruppe?
- Terminologie – einheitlich, fachlich korrekt und verständlich?
- Compliance-nahe Textstellen – präzise genug, ohne falsche Rechts- oder Leistungsversprechen?
- Barrierefreiheit nach BFSG und BITV 2.0